Arif Ramaj

Arif Ramaj (39), Albanien

"Die Arbeit mit Metall macht mir Spaß"

In seiner Heimat Albanien arbeitete Arif Ramaj als professioneller Musiker, er trat als Sänger bei eigenen Konzerten und privaten Veranstaltungen auf. Seit drei Jahren lebt der 39-Jährige  in Deutschland. Die Stimmung in seiner Unterkunft  empfindet er als erdrückend. Sie lässt ihm kaum Spielraum für Kreativität, daher hat er seit seiner Flucht keine Musik mehr gemacht. Herr Ramaj kann sich aber vorstellen, wieder zu singen. „Vielleicht auf Hochzeiten oder Festen“, sagt er und lächelt. Im Rahmen eines berufsbezogenen Deutschkurses machte Herr Ramaj zunächst ein über W.I.R - work and integration for refugees vermitteltes Praktikum als Hauswart.

Die Teilnahme an der Aktionswoche „Metall-Schweißen-Elektro“ war für den Albanier insofern von großem Interesse, da er in seinem Heimatland - neben seiner Arbeit als Musiker - seinem Onkel beim Schweißen half und ihm die Arbeit mit Metall Freude bereitete. In Albanien wurden alte Geräte verwendet, die sich stark von denen in Deutschland unterscheiden – Es ist Arif Ramaj bewusst, dass er viel lernen muss, wenn er hier als Metallbauer arbeiten möchte. Die Aktionswoche lässt außerdem Erinnerungen wach werden an seinen verstorbenen Vater: Sein Vater war Profi für Metallbau und sein Wunsch war es, dass sein Sohn in seine beruflichen Fußstapfen tritt. Das gestaltete sich aufgrund der in Albanien herrschenden Verhältnisse dort als schwierig. Um in Deutschland einen Einstieg in die Metallarbeit zu finden, kann Herr Ramaj im Anschluss an die Aktionswoche eine Schweißer-Qualifikation an der SLV Nord machen. Damit nähert er sich der Realisierung dieses Wunsches mit großen Schritten an.